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Tech-Trends 2021: Neun revolutionäre Systemsprenger, die du kennen solltest!

Tech-Trends 2021: Neun revolutionäre Systemsprenger, die du kennen solltest!
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Hyperautomation, künstliche Intelligenz und Cyber-Security-Netze: Das sind einige der Technologien, die das kommende Jahr von Unternehmen laut IT-Marktforschungsunternehmen Gartner prägen sollen. Wir haben euch die neun revolutionären Technologien zusammengestellt und klären, was hinter den Trends steckt.

1. Internet of Behaviors (IoB)

Computer, die Gesichter auf Masken scannen und Sensoren, die checken, ob die Hände gewaschen sind, um die Corona-Verhaltensregeln zu überprüfen und notfalls per Lautsprecher zu verwarnen? Das geht! Ein anderes Beispiel ist das Überwachen des Fahrverhaltens eines Autofahrers, um dessen Sicherheit zu verbessern oder des gesunden Lebensstils, um die Prämien der Krankenkasse anzupassen. Wie weit die Technik in das persönliche Leben einzelner eingreifen kann, hängt stark von Datenschutzgesetzen ab.

Das Internet der Dinge (IoT) ist ein Netzwerk miteinander verbundener physischer Objekte, die Informationen und Daten über das Internet sammeln und austauschen. Das IoT erweitert sich ständig und entwickelt sich im Umfang seiner Komplexität weiter, d. h. die Art und Weise, wie Geräte miteinander vernetzt sind, die Berechnungen, die von diesen Objekten autonom verarbeitet werden können, und die Daten, die in der Cloud gespeichert werden, entwickeln sich auf komplexere Weise. Die Sammlung von Daten (BI, Big Data, CDPs usw.), um Verhalten direkt zu beeinflussen, bezeichnet man als „Internet des Verhaltens“ bzw. Internet of Behaviors (IoB).

Das IoB beeinflusst die Wahl der Verbraucher und Verbraucherinnen, aber es gestaltet auch die Wertschöpfungskette von Unternehmen neu. Während einige Nutzer davor zurückschrecken, ihre Daten dieser Technologie zur Verfügung zu stellen, sind viele andere jedoch bereit, dies zu tun, solange es allgemein einen Mehrwert bringt - datengesteuerten Mehrwert wohl gemerkt. Für Unternehmen bedeutet dies, dass sie ihr Image an dem Verhalten der potentiellen Kunden entlang anpassen können, Produkte effektiver an ihre Kunden vermarkten oder die Customer Experience (CX) eines Produkts oder einer Dienstleistung deutlich verbessern können. Hypothetisch gesehen können Informationen über alle Facetten des Lebens eines Nutzers oder Nutzerin gesammelt werden, um Effizienz und Qualität im Allgemeinen zu verbessern. Dies kann positive Auswirkungen auf Unternehmen und Kunden gleichermaßen haben.

Das Unternehmen Volvo zeigt in folgendem Beispiel auf, wie die Technologie IoB zum beidseitigen Vorteil angewandt werden könnte:

2. Total Experience (TX)

„Totales Erlebnis“ – also die bestmögliche Erfahrung bieten, sei es dem Kunden, Mitarbeiter und Mitarbeiterin oder Benutzer und Benutzerin. Es geht darum, sämtliche Wertschöpfungsketten intelligent zu verknüpfen, um das ganze Potential ausschöpfen zu können.

Ein Kunde oder Kundin soll vom ersten Klick auf der Website, über eine individualisierte Customer Journey, bis zur Betreuung nach einem Vertragsabschluss umsorgt werden. Dazu gehören automatisierte, personalisierte Angebote, die Kunden an das Unternehmen binden.

Das Ziel von TX als Technologie ist einfach: Jeder, der mit einer Marke interagiert, soll ein rundum außergewöhnliches Erlebnis geboten bekommen. Es ermutigt Unternehmen, Multi-Experience (MX), User Experience (UX), Customer Experience (CX) und Employee Experience (EX) nicht mehr als separate Disziplinen oder Silos zu betrachten, sondern als Schlüsselelemente ihrer Gesamterfahrung.

Doch wie kann man sich diese Technologie in der Praxis vorstellen? Gartner gibt hierfür ein leicht verständliches Beispiel: Es beschreibt ein großes Telekommunikationsunternehmen, das sein Total Experience durch die Entwicklung eines neuen Terminsystems als Reaktion auf Covid-19 verbessert hat. Wenn ein Kunde oder Kundin nun in die Nähe eines Geschäfts kommt, erhält er oder sie automatisch eine Benachrichtigung über die App des Unternehmens oder per SMS, die ihn oder sie durch den gesamten Check-in-Prozess führt. In der Filiale können die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen dann Tablets verwenden, um gemeinsam mit den Kunden zu stöbern und sie zu führen, ohne deren persönlichen Geräte physisch berühren zu müssen.

Dies ist in diesem Jahr besonders wichtig, da die Contact Center aufgrund der Coronavirus-Pandemie weiterhin vor Herausforderungen stehen. Neue Verhaltensweisen, Erwartungen und Kanalpräferenzen der Kunden und Kundinnen, kombiniert mit einer unvorhersehbareren Nachfrage und agilen Arbeitsweisen bedeuten, dass die Zeit reif ist für Innovationen und einen einheitlicheren Ansatz.

3. Private Cyber Security 

Big Brother is NOT watching you: Menschen sollen durch Technologie nicht gläsern werden. Zur Zukunft gehört es auch, Tools zu entwickeln, die sensible Daten während der Verwendung schützen. Also etwa Daten dezentral zu sammeln und sie nur verschlüsselt zu analysieren. Dieser Trend hilft Unternehmen, langfristig Vertrauen zu Mitarbeitern und Kunden aufzubauen

4. Distributed Cloud

Bei der Distributed Cloud werden Cloud-Dienste auf verschiedene physische Standorte aufgesplittet, während die Verwaltung und Betrieb in der Verantwortung des öffentlichen Cloud-Anbieters bleiben. Unternehmen können durch die physischen Standorte Gesetze einhalten, wonach Daten an einem festen Ort gespeichert sein müssen, ohne selbst eine teuere private Cloud zu verwalten. Die Distributed Cloud gilt als Cloud der Zukunft.

Um es etwas verständlicher zu machen, haben wir ein Erklärvideo von IBM angehängt:

5. Anywhere Operations

Von überall arbeiten zu können, gewinnt gerade während der Corona-Pandemie massiv an Bedeutung, wird aber auch darüber hinaus wichtig bleiben. Der Betrieb sollte von jedem beliebigen Ort remote möglich sein und nicht an einen festen Standort gebunden. Physische Interaktion sollte langfristig nicht mehr zwingend notwendig sein.

6. Cyber-Security-Netz

Cybersicherheit sollte immer zuverlässig und flexibel kontrollierbar sein. Neue Technologien fallen oft aus den bisher vorhandenen Sicherheitsstrukturen – Zeit also, ein neues Netz zu spannen, das vor Angriffen schützt und reaktionsfähig ist.

7. Intelligent Composable Business

Ein intelligent zusammensetzbares Unternehmen, ist ein Unternehmen, das ständig wandelbar bleibt und sich jederzeit aktuellen Situationen anpassen kann. Geschäftsentscheidungen müssen schnell getroffen werden, um agil zu bleiben. Unternehmenseinheiten sollten beliebig aus- und abgebaut werden können. Dazu gehört es, Prozesse, etwa mittels Process Mining zu überwachen und ineffiziente Abläufe zu eliminieren.

8. KI-Engineering

KI-Engineering integriert Künstliche Intelligenz zuverlässig in alle möglichen Prozesse, statt sie isoliert für einzelne Projekte zu betrachten. Es verbindet Wertschöpfungsketten und kombiniert verschiedene Technologien, um Innovationen voranzutreiben.

9. Hyperautomatisierung

Alles, was automatisiert werden kann, sollte automatisiert werden. Die Hyperautomatisierung geht sogar noch einen Schritt weiter und automatisiert die Automatisierung. Repetitive, monotone und fehleranfällige Abläufe sind teuer und hindern Unternehmen am Fortschritt. Automatisierung macht sie effektiver und effizienter. Mit Hilfe von Hyperautomatisierung können Ineffizienzen in Prozessen bereits automatisch erkannt und eliminiert werden.

Fazit: Mensch und Maschine verbinden

Unternehmen, die Vorreiter der Digitalen Transformation werden wollen, sollten sich schnellstmöglich auf die Tech-Trends einstellen. Die Corona-Pandemie treibt die Entwicklung digitaler und automatisierter Technologien massiv voran.

Im Zentrum aller Trends: Die Verbindung von Mensch und Maschine. Die vorgestellten Technologien sind standortunabhängig, widerstandsfähig und auf den Menschen ausgerichtet. Gelingt es dir, Technologie so zu nutzen, um das Beste aus deinen Mitarbeitern rauszuholen, steht deiner Transformation nichts mehr im Weg.

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